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Geschichte Seite 3

Im März 1983 konnte Werner Parotat aus Kürzell für die Dirigentenstelle gewonnen werden. Unter ihm jährten sich die zur Tradition gewordenen Jahreskonzerte am Stephanstag 1983 zum 25. Mal. Auch in dieser Zeit war man auf vielen Festen und Anlässen präsent und hinterließ seine musikalische Visitenkarte.

Ein Besuch bei unserer Partnerschaftskapelle in Brixen im Thale (Tirol) war wieder einer der Höhepunkte dieser Zeit. Ein Wechsel in der Führung des Vereins ergab sich im Jahr 1984. Roland Heimburger übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden und löste Kurt Rinkel ab. 2 Jahre später, 1986, ergab sich ein Wechsel am Dirigentenstab. Im Februar übernahm Anton Meier aus Schuttertal die musikalische Leitung. Im selben Jahr feierte man das 80-jährige Bestehen des Vereins im Rahmen des Musikfestes in der Reithalle.

Immer wieder hieß es für den Verein auch Abschied nehmen von hochverdienten Mitgliedern. So starb im Jahr 1988 ganz überraschend Ehrenvorsitzender Oswald Schlenker, der maßgeblich beim Aufbau des Vereins nach dem Krieg mitwirkte und eine ganze Musikergeneration geprägt hat.

1990 verließ Dirigent Meier die Kapelle, und der Verein suchte dringend nach einem Nachfolger. Zunächst versuchte man es mit Horst König, der den Verein aus früheren Jahren kannte, was aber zu keiner dauerhaften Lösung führte. So erklärte sich unsere Flötistin Ute Kern, die eine Dirigentenausbildung absolviert hatte, bereit, die musikalische Leitung zu übernehmen, bis ein geeigneter Dirigent gefunden würde. 1992 kam es aufgrund von Unruhen in der Vorstandschaft zu einer kurzfristigen Krise, die dazu führte, dass der Verein kurze Zeit ohne Führung war, sowohl musikalisch als auch verwaltungstechnisch. Auch einige Mitglieder fühlten sich missverstanden und verließen den Verein.

Musikalisch überbrückte diese Zeit Verbandsdirigent Joachim Volk, so dass trotz allem ein Jahreskonzert am 2. Weihnachtsfeiertag stattfinden konnte.

Im Frühjahr 1993 hatte man die Weichen für einen Neuanfang gestellt. In Neuwahlen wurde ein neues Vorstandsgremium ermittelt, mit Arno Sensenbrenner an der Spitze. Er war der bis heute jüngster 1. Vorsitzender in der Geschichte des Vereins. Für die Dirigentenstelle konnte Felix Schaub aus Grafenhausen verpflichtet werden. Unter seiner Leitung wurde das Orchester zu Höchstleistungen motiviert, was bei vielen Musikkennern aus der Region Anerkennung fand.

2 Großereignisse dieser Zeit sind in guter Erinnerung geblieben: Das Musikfest 1993 mit dem Konzert der Topformation aus dem Vorarlberg „die jungen Klostertaler“, sowie 1995 die Fahrt nach Wolf bei Traben-Trarbach (Mosel) auf Einladung der Feuerwehrkapelle Wolf. In den folgenden Jahren gingen die Einnahmen bei den üblichen Veranstaltungen zurück und die Ausgaben stiegen. Man suchte unermüdlich nach neuen Möglichkeiten, die finanzielle Situation aufzubessern. 1995 führte man zum 1. Mal einen Vatertagshock an der Schollenhütte durch. Trotz der Anstrengungen schrieb man rote Zahlen und es war an der Zeit zu handeln, um nicht noch mehr die Existenz des Vereins zu gefährden. Als Dirigent Schaub Ende 1996 den Verein verlassen hatte und auch Arno Sensenbrenner aus beruflichen Gründen den Verein nicht mehr führen konnte, musste alles neu überdacht werden.

Ein Vorstandsteam mit erfahrenen Kräften, u.a. Bruno Heimburger (1. Vorsitzender) und neuen Gesichtern wurde gewählt. Aus Kostengründen verzichtete man auf einen Dirigenten. Roland Heimburger – viele Jahre als Chorleiter tätig- fand sich bereit, die musikalische Leitung zunächst zu übernehmen, so dass das Orchester vor Ort spiel- und auftrittsfähig war.

Statt eines Jahreskonzertes präsentierte man im Dezember 1997 einen Unterhaltungsabend in der Festhalle mit Musik und Theater (Geburtsstunde der heutigen Theatergruppe). Nach bereits einem Jahr waren die Schulden getilgt und die finanzielle Lage erholte sich.

So konnte man auch im Januar 1998 mit Thomas Huber aus Elgersweier wieder einen qualifizierten Dirigenten verpflichten. Ein stetiger Aufwärtstrend war überall sichtbar. Unter der Führung von Bruno Heimburger meisterte der Verein den Spagat zwischen Tradition und Moderne, respektive das harmonische Miteinander von Jung und Alt. Dirigent Huber verstand es, mit gut ausgewählten Stücken das Können der Musiker einem interessierten Publikum zu präsentieren.

Die Ausbildung unter Jugendleiterin Nicola Wälde trug Früchte, so dass bald Verstärkung für das Orchester in Sicht war.

Bereits 2004 bestritt das erst 2 Jahre alte Jugendorchester sein erstes eigens organisiertes Konzert. In der Gunst des Meißenheimer Publikums sammelte der Musikverein mit seinen gelungenen Veranstaltungen viele Pluspunkte. Als ältester Aktiver schrieb Adolf Waldmann 2005 Vereinsgeschichte. Unser Ehrenmitglied und Träger der großen goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ging nach fast 57 aktiven Jahren in den wohlverdienten Musikerruhestand. 2005 ergab sich erneut ein Führungswechsel. Mittels Satzungsänderung beschloss man die Führung des Vereins neu zu formieren, indem 3 gleichberechtigte Vorsitzende das Vereinschiff lenken sollten. Zu den 3 gleichberechtigten Vorsitzenden wurden Maik Bartkowiak, Bernd Sensenbrenner und Eckhard Klotz gewählt.

Ihnen zur Seite stehen heute:

Schriftführerin: Kathrin Seubert

Rechnerin: Ingrid Luick

Jugendleiterin: Nicola Wälde

Administratoren der Homepage: Florian Schneider und Jörg Parotat

Sowie aktive und passive Beisitzer: Florian Schneider, Heiko Heimburger, Günter Schneider, Simon Lechleither, Martina Goldammer

Der Musikverein im Jubiläumsjahr 2006

Der Verein zählt derzeit 38 aktive Musikerinnen und Musiker, 46 Jungmusiker, 170 passive Mitglieder und 14 Ehrenmitglieder. Gesamt: 240 Mitglieder.

Mit einer Veranstaltungsreihe, die mit dem Konzert des Jugendorchesters im April begann, gefolgt von einem Kirchenkonzert am Ostermontag und nun dem 4-tägigen Musikfest, begingen wir unser 100-jähriges Jubiläumsjahr und wollten damit diesem besonderen Anlass die nötige festliche Note geben.

Wenn wir nun auf 100 Jahre Vereinsgeschehen zurückblicken, so können wir feststellen, dass es ein immerwährendes Auf und Ab gegeben hat und trotz aller Widrigkeiten die Musik als wertvolles Gut erhalten blieb. Großer Dank gilt vor allem den Pionieren, die vor 100 Jahren den Verein gegründet haben und all denen, die seither mit Liebe und Idealismus der Sache dienten und nicht mehr unter uns sind. Unser Bestreben ist es, die Musik zu fördern und zu erhalten. Als kultureller Verein uneigennützig der Allgemeinheit zu dienen, ein friedliches und freundschaftliches Verhältnis mit anderen Vereinen, der Gemeindeverwaltung und der ganzen Bevölkerung zu halten.

„Wer der Musik dient, dient der Erhaltung unserer Kultur“

Meißenheim, Februar 2007

Aktuelle Termine

01.05. "Wecken"
10.05. Schollenhock

10.06.-1106. Musikfest
17.06. Auftritt Musikfest Kürzell
24.06. Auftritt Schuttertal

08.07. Auftritt Nesselried
21.07. Hochzeit Heiko & Maren

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